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GLOSSAR

Alle Begriffsdefinitionen sind nach bestem Wissen und Gewissen formuliert. Diese Liste befindet sich im Aufbau; sie wird stetig überarbeitet, ergänzt und aktualisiert. Solltest du mit einer Erklärung nicht einverstanden sein, nutze das Kontaktformular oder schreibe eine E-Mail an info@beingtrans.de mit deiner Kritik. Gerne kannst du auch weitere Vorschläge für Begriffe und Definitionen einreichen.

Feminisierung / Maskulinisierung

Mit der Feminisierung (Verweiblichung) oder Maskulinisierung (Vermännlichung) ist die Veränderung des Körpers durch die Einnahme von Hormonen bzw. durch operative Eingriffe gemeint. Häufig besteht der Wunsch die eigenen Geschlechtsmerkmale dem inneren Empfinden anzupassen. Die beiden Begriffe sind dabei durch das binäre Geschlechtermodell geprägt.

FtM / MtF

Mit den Abkürzungen FtM (female to male) und FzM (Frau zu Mann) wird die Transition von trans* Männern, mit den Abkürzungen MtF (male to female) und MzF (Mann zu Frau) wird die Transition von trans* Frauen beschrieben.

Gegengeschlechtlich

Das Wort gegengeschlechtlich basiert auf dem Gedanken einer binären Geschlechterordnung, in der die Kategorien ‘Frau’ und ‘Mann’ nur durch die Abgrenzung zueinander bestehen. Durch die Formulierung kann der Eindruck und Zwang entstehen, sich klar zuordnen zu müssen. Häufig ist der präzise Wunsch nach dem “anderen Geschlecht” eine gesetzliche Voraussetzung für weitere Schritte, wie Namensänderung oder Operationen.

Beispiel: Gegengeschlechtliche Hormone
Da in jedem Menschen Hormone “beider Geschlechter” auftreten und sich in der Stärke der Ausprägung von Mensch zu Mensch unterscheiden, ist eine eindeutig definierte Abgrenzung nicht möglich.

Hormonbehandlung

Die Hormonbehandlung dient der “Feminisierung” bzw. “Maskulinisierung” des Körpers. Dazu werden Hormone (Östrogen und Testosteron) gegebenenfalls mit Antiandrogenen (hemmen die “männlichen” Geschlechtshormone) verabreicht. Die Ausprägung der Veränderungen ist u.a. abhängig von individuellen Voraussetzungen. Bei Jugendlichen werden meistens zunächst Pubertätsblocker verschrieben, die vor allem die unumkehrbaren Auswirkungen der Pubertät stoppen sollen und einem somit mehr Zeit verschaffen.

Hysterektomie

Mit dem medizinischen Begriff Hysterektomie (Herkunft: Altgriechisch, hystéra – Gebärmutter, ektomē – Abschneiden) ist die Entfernung der Gebärmutter beschrieben. Oftmals wird gleichzeitig die Adnektomie vorgenommen, bei der die Eierstöcke und Eileiter entfernt werden.

Indikation

Die Indikation (Herkunft: Latein, indicare – anzeigen) ist eine schriftliche Stellungnahme des Psychotherapeuten/Psychiaters, die die Diagnose bestätigt und als Voraussetzung für weitere Angleichungsschritte wie der Hormonbehandlung und geschlechtsangleichender Operationen dient.

Klitpen

Bei der Metaidoioplastik wird ein Klitorispenoid („Klitpen“) durch Streckung der Klitoris und Verlängerung der Harnröhre gebildet. Dadurch wird in der Theorie ermöglicht, im Stehen zu urinieren. In der Praxis funktioniert es nicht bei jeder Person.

Mastektomie

Mastektomie (Herkunft: Griechisch, Masos – Brust, ek – heraus, tomie – schneiden) ist der medizinische Begriff für die Entfernung der (weiblichen) Brustdrüse. Es dient der Angleichung der weiblichen Brust an die gewünschte männliche Brust.

Pansexualität

Als pansexuell (Herkunft: Griechisch, pan – alles/umfassend) gelten Menschen, die ihr Begehren unabhängig des Geschlechts und der Geschlechtsidentität einer Person empfinden. Sie betrachten den Menschen an sich als begehrenswert.

Passing

Passing (Herkunft: Englisch, to pass for/as – als jmd durchgehen/bestehen/gelten) beschreibt die Fähigkeit, als dasjenige Geschlecht gesellschaftlich angenommen zu werden, mit dem sich eine Person identifiziert.

Phalloplastik

Beim Penoidaufbau wird aus körpereigenem Gewebe ein künstlicher Penis in Verbindung mit einer neuen Harnröhre geformt. Die Eichel wird mittels Schnittführung und Naht gebildet (Glansplastik). Der Hodensack wird aus den großen Schamlippen geformt und mit zwei Prothesen gefüllt. Die Penisprothese dient der Erektionsfähigkeit und wird frühestens sechs Monate nach dem Aufbau eingesetzt.

Stealth

Der Begriff stealth (dt. Tarnung) wird verwendet, wenn eine Person ihren Trans*-Status dem Umfeld nicht offenbaren möchte.