Das Wort gegengeschlechtlich basiert auf dem Gedanken einer binären Geschlechterordnung, in der die Kategorien ‘Frau’ und ‘Mann’ nur durch die Abgrenzung zueinander bestehen. Durch die Formulierung kann der Eindruck und Zwang entstehen, sich klar zuordnen zu müssen. Häufig ist der präzise Wunsch nach dem “anderen Geschlecht” eine gesetzliche Voraussetzung für weitere Schritte, wie Namensänderung oder Operationen.

Beispiel: Gegengeschlechtliche Hormone
Da in jedem Menschen Hormone “beider Geschlechter” auftreten und sich in der Stärke der Ausprägung von Mensch zu Mensch unterscheiden, ist eine eindeutig definierte Abgrenzung nicht möglich.